30. Juni 2011

Who's who (7) - Lösung

Dieses Mal eine kleine Variation: Gesucht wird ein Gegenstand, der in verschiedenen Zusammenhängen eine zum Teil durchaus prominente Rolle spielen kann - im Alten und Neuen Testament.

Gesucht wird ein Gebrauchsgegenstand ohne tiefere theologische Bedeutung. Man kann ihn stapeln, und in einem Traum spielt das auch eine gewisse Rolle, wenngleich es nur auf das obere Exemplar ankommt (ganzer Text im unten stehenden Post). Zur Lösung hier weiterlesen

28. Juni 2011

Who's who? (7) - Rätsel

Dieses Mal eine kleine Variation: Gesucht wird ein Gegenstand, der in verschiedenen Zusammenhängen eine zum Teil durchaus prominente Rolle spielen kann - im Alten und Neuen Testament. Statt »Who’s who?« also eher »What’s what?«

Gesucht wird ein Gebrauchsgegenstand ohne tiefere theologische Bedeutung. Je nach Machart kann man ihn stapeln, und in einem Traum spielt das auch eine gewisse Rolle, wenngleich es nur auf das obere Exemplar ankommt. Im Blick auf seinen Inhalt macht der Gegenstand dabei eine unerfreuliche Änderung durch - vor allem unerfreulich im Blick auf das, was diese Änderung anzeigt. Bleibt die Füllung in prophetischer Vision stabil, muss das aber nicht unbedingt etwas Gutes bedeuten. 


In x- oder y-facher Ausfertigung kann man den gesuchten Gegenstand zu Aufräumarbeiten nach üppiger Mahlzeit in großer Gesellschaft einsetzen, wobei gilt: x ist größer als y, außerdem: x ist durch 3 und 4 teilbar, y eine Primzahl, die ebenfalls ein Verhältnis zu 3 und 4 hat; beide addiert ergeben wieder eine Primzahl. Für sich genommen sind x und y symbolträchtige Zahlen. 

Ausreichende Größe vorausgesetzt, kann der Gegenstand auch als handbetriebener Fahrstuhl (zugelassen für 1 Person) genutzt werden und auf diese Weise Leben retten. 

Ausführliche Lösung in Kürze. 

24. Juni 2011

Bewerten Sie Ihren Pastoralverkäufer!

Spiegel online hat über die Eröffnung der Seite hirtenbarometer.de berichtet. (»Schäfchen beißt Hirte«). Dort kann, wie die Betreiber mitteilen, »die Arbeit religiöser Würdenträger bewertet werden«. Damit soll dem Mangel abgeholfen werden, »dass es nur sehr wenige Informationen über die Qualität der Arbeit von Hirten gibt«. Es soll ein Feedback gegeben werden, das auch für die Hirten selbst wichtig sein kann und zu einem »Dialog auf Augenhöhe« führen soll. Ziel ist die Qualitätssteigerung:
»Hirtenbarometer macht die Arbeit von Würdenträgern sichtbarer und nutzt das dadurch steigende öffentliche Interesse dazu, um langfristig die Qualität der Arbeit von Hirten zu verbessern.«
Bewertet wird in fünf Kategorien: Gottesdienst, Glaubwürdigkeit, am Puls der Zeit, Jugendarbeit, Seniorenarbeit. Man kann Bewertungen zwischen 1 und dem Höchstwert 6 abgeben. Außerdem kann man sich in Kommentaren zum jeweiligen Hirten äußern.

Meine erste Assoziation bezog sich auf Amazon und Ebay: Bewerten Sie Ihren Verkäufer! 


19. Juni 2011

Zu Mk 5,1-20: Der Besessene von Gerasa

In den Kommentarspalten ist neulich die Frage nach der Auslegung von Mk 5,1-20 gestellt worden. Dazu sollen im Folgenden einige exegetische Hinweise gegeben werden. Der Text findet sich in der Einheitsübersetzung hier, in der Lutherübersetzung hier, nach der Elberfelder Bibel hier


Eine erweiterte Geschichte 

Auf den ersten Blick macht die Geschichte einen klar gegliederten Eindruck: Sie bietet eine Einleitung, in der die Situation geschildert und die Krankheit beschrieben wird (VV.1-5); sie erzählt die Auseinandersetzung zwischen Jesus und dem Dämon (VV.6-13) und schildert das Verhalten der Zeugen des Geschehens (VV.14-17) sowie des Geheilten selbst (VV.18-20). Näheres Zusehen offenbart jedoch Wiederholungen und Doppelungen, auffallende Nachträge und Spannungen.

13. Juni 2011

Ein »vatikanisches Dossier«

Seit dem Freitag vergangener Woche (10. Juni) geistert ein Vatikan-Dossier durchs Internet, auf das der Focus in seiner Druck-Ausgabe verweist (in der Online-Version ist dazu nichts zu finden, jedenfalls vorerst nicht). In diesem Dossier würde vor einer Kirchenspaltung gewarnt, die von interessierten Kreisen in Deutschland betrieben würde. Man vermute eine gezielte Regie, die die verschiedenen Aktionen der vergangenen Monate koordiniert habe: den Brief der acht CDU-Politiker gegen den Zölibat, die Veröffentlichung der Stellungnahme prominenter Theologen (einschließlich Joseph Ratzinger) aus dem Jahr 1970, das Theologen-Memorandum - jeweils im Wochenabstand. Hinter diesen Vorgängen stecke eine »konspirative Hierarchie«, zu der das Cusanuswerk und das katholische „Foyer für Gespräche zwischen Kirche, Gesellschaft, Politik“ in Berlin gehörten, dazu Personen in der katholischen Bischofskonferenz, in der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und im Jesuitenorden unter Provinzial Stefan Kiechle.  

10. Juni 2011

Who's who (6) - Lösung

Biblische Personen in ungewohnter Beschreibung. Heute zwei weibliche Gestalten aus dem Neuen Testament. 

Unsere Gesuchten treten nur im Doppelpack auf, bisweilen ergänzt durch eine dritte ihnen verwandtschaftlich nahestehende Person (der ganze Text noch einmal hier).

8. Juni 2011

Wie man für Diskussion sorgt

Ein neues Fundstück auf kath.net, das interessant ist im Blick auf die Methode der Nachrichtenproduktion. Es heißt dort: 
»Eine Pfingst-Novene des bekannten kirchlichen Hilfswerks Renovabis mit schweren theologischen Fehlern sorgt für Diskussion.«
Nun kann es tatsächlich sein, dass die Redaktion mit ihrer Formulierung »sorgt für Diskussion« sich auf die Seite gloria.tv bezieht, wo ohne Angabe der Uhrzeit die inkriminierte Passage zitiert ist. Die Diskussion auf dieser Seite ging allerdings erst um 12:36 Uhr los, und damit kurz nach der Veröffentlichung auf kath.net (12:30 Uhr). Ob sich irgendwo sonst eine Diskussion nachweisen lässt, weiß ich nicht; die Redaktion belegt ihre Aussage nicht näher. Das wird kein Zufall sein, denn die Funktion der Nachricht ist nicht, auf eine bestehende Diskussion hinzuweisen, sondern sie allererst zu provozieren.  

Zwei Vorwürfe werden gegen die Novene geäußert.

5. Juni 2011

Who's who (6) - Rätsel

Biblische Personen in ungewohnter Beschreibung. Heute zwei weibliche Gestalten aus dem Neuen Testament. 

Unsere Gesuchten treten nur im Doppelpack auf, bisweilen ergänzt durch eine dritte ihnen verwandtschaftlich nahestehende Person. Nach einem schrecklichen Ereignis reagieren die beiden Frauen unterschiedlich auf das Kommen Jesu: die eine bleibt im Haus sitzen, die andere ist bewegungsfreudiger und auch gesprächiger. Von der ersten ist jedenfalls nur ein Satz überliefert ‑ und der ist wenig originell, denn diesen Satz hat zuvor bereits die andere gesagt. 

Sie, die Zurückhaltendere, ist keine Mundwerkerin, sondern hat ihre Stärken eher im Zuhören. Die andere, die Aktivere, sieht darin allerdings weniger ein Talent als vielmehr kritikwürdiges Phlegma oder gar Faulheit, dem durch erzieherisches Wort Abhilfe geschaffen werden müsse. Ein entsprechender Antrag wird allerdings abschlägig beschieden. Ganz passiv ist die Schweigerin aber nicht. Man könnte sie (mit einem gewiss hinkenden Vergleich) als »Performance-Künstlerin« bezeichnen, die durch eine ungewöhnliche Aktion ein Zeichen setzt. Und wie es manchem Performance-Künstler geht, so erntet auch ihre Aktion Widerspruch in der Frage: »Was soll das denn?« 

Das Unverständnis kommt allerdings in diesem Fall nicht von der anderen gesuchten Person. Sie, die in der zuvor genannten Szene fast als Urbild einer schwäbischen Hausfrau erscheint, bleibt bei dieser Aktion ganz zurückhaltend. Und das zeigt deutlich, dass sie keine schwäbische Hausfrau sein kann, denn die Aktion hat eine erhebliche Menge Geld vernichtet, und das hätte eine echte Schwäbin nicht kommentarlos hingenommen. 

Ausführliche Lösung in Kürze.