18. März 2016

Wächter der Toleranzgrenze

Auf diesem Blog habe ich »sehr lange geschwiegen, ich war still und hielt mich zurück« (Jes 42,14). Der Grund war eine gewisse Erschöpfung und ein Ausmaß an Aufgaben, das keinen ausreichenden Freiraum mehr gelassen hat, um hier etwas einzustellen. Zwar will ich nun nicht »wie eine Gebärende schreien«, auch schnaube und schnaufe ich nicht (vgl. die Fortsetzung in Jes 42,14); aber ich wage den Versuch des Wiedereinstiegs. Manchmal ist es ja auch nicht so leicht, nichts zu sagen. 

»W ie Mehltau liegt die Flüchtlingskrise auf der Bundesrepublik Deutschland.« Gärtner Hubert Windisch hat beim Gang durch seine Beete einen gefährlichen Befall der Pflanzen entdeckt und fürchtet nun, dass sie sich braun verfärben und vertrocknen. In der Sache meint er damit die Gefahr der Islamisierung. Sie ist groß und Houellebecq ist ihr Prophet. Und natürlich vollzieht sich die Islamisierung als »schleichende«, denn es könnte sein, dass manche noch nicht so richtig mitbekommen haben, wie immer mehr deutsche Gerichte auf der Grundlage der Scharia entscheiden.

Bis man zu diesem Punkt in Windischs Beitrag vorstößt, kommen aber erst einmal die auf ihre Kosten, die gerne Politik und Medien gegeißelt sehen und sich dabei durch Differenzierungen eher gestört fühlen. Das soll hier nicht im Einzelnen besprochen werden; angesichts der besorgniserregenden Gegenwart verlieren wir besser keine Zeit, denn in präziser Problemerfassung ist festzuhalten: 
»Die Angst wächst, das starke Deutschland sei nicht mehr Herr der Lage, sondern zunehmend ein Koloss auf tönernen Füßen.«