17. Dezember 2014

Who's who (13) - Rätsel

Biblische Personen in ungewohnter Umschreibung. Heute eine männliche Person aus dem Neuen Testament. 

Der Gesuchte wird in allen vier Evangelien des Neuen Testaments erwähnt. In mancher Hinsicht fällt seine Beschreibung detaillierter aus als diejenige Jesu, wird doch sein Speiseplan ebenso mitgeteilt wie das, was er aus seinem Kleiderschrank herausholt. Dass das kein besonders feiner Zwirn ist, stellt Jesus einmal ausdrücklich fest.

Der Gesuchte ist auf Wasser angewiesen, und das liegt in seinem Fall nicht nur daran, dass Leben, wie wir es kennen, nun einmal Wasser benötigt. In der Frage irregulärer Ehen hat er sich als konsequenter Verfechter vorgegebener Norm positioniert, ist dabei aber größere Risiken eingegangen, als es in heutigen Debatten der Fall ist. Zwei Evangelisten erzählen diese Geschichte; einer scheint von ihr so mitgenommen, dass er dabei erzähltechnisch etwas aus dem Tritt kommt.

Auf Fragen nach seiner Identität kann der Gesuchte sehr ausweichend reagieren. Auch die Evangelisten sind sich in dieser Frage nicht ganz einig. Das muss aber insofern nicht verwundern, als auch das, was der Gesuchte zu sagen hat, recht unterschiedlich dargestellt werden kann. In einem Evangelium kann er sich sogar non-verbal, allein durch Bewegung, mitteilen; in einem anderen liefert er die Vorlage für einen liturgischen Text. 

Im Ganzen kann man in den Evangelien das Bemühen erkennen, das Verhältnis der erfragten Person zu Jesus zu klären. In einem Werk führt das zu einem Satz, aus dem man ableiten könnte, dass Jesus kleinwüchsig und der Gesuchte übergewichtig sei. Da das aber nur in der deutschen Übersetzung möglich ist und der erwähnte Speiseplan einen zu hohen Body-Mass-Index ausschließt, lässt sich eine solche Hypothese historisch nicht stichhaltig begründen. 

Ausführliche Auflösung in Kürze. 

28. November 2014

Hinweis

Mit dem Ende des Kirchenjahres ist auch der dreijährige Zyklus zu den Sonntagsevangelien abgeschlossen. Neue Beiträge in dieser Rubrik werden nur noch in Ausnahmefällen erscheinen: um fehlende Sonntage im Jahreskreis, eventuell auch einzelne Feste, zu ergänzen. In der rechten Spalte oben werde ich künftig in einer neuen Rubrik einen Link auf die Auslegung vom jeweiligen Sonntag legen. Außerdem ist unter den Seiten im Kopfbereich des Blogs die Rubrik »Sonntagsevangelium« aufgenommen. Hier sollen in einer Übersicht, nach Lesejahren geordnet, alle Beiträge verlinkt werden. Durchgeführt ist dies bislang für das jetzt beginnende Lesejahr B.

27. November 2014

Bischöfe vor dem kath.net-Karren

Das Trauerspiel hat einen zweiten Akt. Die Bischöfe von Linz und Graz haben dem Druck nachgegeben, den die digitale Glaubenskongregation gegen Rainer Bucher aufgebaut hat (s. hier). Triumphierend wird vermeldet, dass sich Ludwig Schwarz und Egon Kapellari von den »Regime-Aussagen« distanziert haben. Da die Rede ist von einer »Stellungnahme gegenüber kath.net« und diese nicht unabhängig veröffentlicht zu sein scheint (warum auch?), bleibt der Text auf kath.net die einzige Quelle.

Von Bischof Schwarz wird folgende Stellungnahme mitgeteilt:
»Zu dieser Äußerung möchte ich sagen, dass es ein Verbalradikalismus ist, der nicht differenziert und daher auch nicht sehr hilfreich ist. Er wird somit auch der Komplexität des Themas nicht gerecht. Natürlich leben wir in einer Zeit großer Vereinfachung, aber diese Formulierung ist wenig geeignet, weil das Wort 'Regime' immer noch negativ belastet ist und an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Inhaltlich ist mit diesem Satz wohl gemeint, dass in früheren Jahrzehnten Fragen der Sexualität und Sünden gegen das 6. und 9. Gebot übertrieben stark gesehen und beurteilt wurden.«
Dass eine einzelne Wendung wie »katholisches Sexualregime« »nicht differenziert« ist und »der Komplexität des Themas nicht gerecht« wird – wer wollte es bestreiten? Gewöhnlich reichen dazu isolierte Begriffe nicht aus. Zur Nationalsozialismus-Keule wüsste man gerne, worin der besondere Bezug von »Regime« und Drittem Reich besteht. Wenn dann spekuliert wird, was »mit dem Satz« inhaltlich gemeint sei, so fragt sich, auf welchen Satz dies zielt. Kritisiert wird ein Wort (»Sexualregime«). Einen Satz hatte allerdings die Redaktion von kath.net gebildet in der Falschmeldung, Bucher habe die kirchliche Ehelehre als katholisches Sexualregime verunglimpft (s. dazu hier).

21. November 2014

Sonntagsevangelium (154)

34. Sonntag im Jahreskreis (A), Christkönigssonntag: Mt 25,31-46

Die Grundbotschaft der Szene vom großen Weltgericht ist klar: Taten der Liebe entscheiden, als dem Menschensohn erwiesene Barmherzigkeit, über Heil und Unheil im Endgericht. Umstritten ist aber das Verständnis von zwei Wendungen, die für die Auslegung der Szene wesentlich sind. Wer ist genau gemeint mit »alle Völker« und wer sind die »geringsten Brüder«, mit denen sich der Weltenrichter identifiziert (25,40)? Im ersten Fall geht es um die Frage, wer von der geschilderten Gerichtsszene betroffen ist; der zweite Streitpunkt betrifft die Reichweite des Einsatzes für Notleidende: Sind alle Menschen gemeint, die auf Werke der Barmherzigkeit angewiesen sind, oder ist der Bruderbegriff restriktiver zu fassen?

Der mit »Völker« (gr. ἔθνη/ethne) übersetzte Begriff kann verschiedene Nuancen haben. Im Gegenüber zum erwählten Gottesvolk Israel bezeichnet er die Nicht-Juden, also die Heiden. In diesem Sinn spricht Paulus in Gal 2,9 von der Übereinkunft beim Apostelkonzil, dass ihm und Barnabas das Evangelium für die Völker anvertraut sei, die Jerusalemer Säulen dagegen unter Juden (der »Beschneidung«) verkünden sollten. Matthäus verwendet einen solch exklusiven Begriff in 10,5f, wo er die Jünger anweist, nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel, und nicht zu den Heiden zu gehen. Die Rede von »allen Völkern« kann aber eine universale Dimension haben und meint dann die gesamte Menschheit, ohne zwischen Juden und Heiden zu unterscheiden. Da Matthäus davon ausgeht, dass die Verkündigung in Israel bis zur Vollendung der Welt weiterläuft (Mt 10,23), sind alle jene Stellen, die von der Missionierung unter »allen Völkern« handeln, in diesem universalen Sinn zu verstehen (24,9.14; 28,19).

Jäger des verlorenen Satzes

Im Juni dieses Jahrs verwahrte sich die Redaktion von kath.net gegen die Charakterisierung als »'selbsternannte Glaubenshüter und Moralwächter'«, die »mit 'perfider Akribie' auf die Suche 'nach Verfehlungen und Häresien' gingen« (s. hier). Die Klage, dieser Vorwurf sei »ohne Beweise« erhoben worden, überraschte schon damals, weil man doch eigentlich davon ausgehen konnte, dass die Redaktion weiß, was auf ihrer Seite erscheint (eine unvollständige Erinnerungsliste hier am Beginn des Beitrags). In der jüngsten Zeit fällt auf, dass Sätze oder gar Halbsätze genügen, damit in Linz die Skandal-Produktion anläuft. Johanna Rahner sagte in einem Interview, niemand besitze die Wahrheit – und schnell wurde ihr demonstriert, dass sich manche durch diesen Satz enteignet sehen (s. hier). Das unwürdige Schauspiel um das angebliche Interview, in dem Kardinal Kasper angeblich sagte, die Bischofssynode solle die afrikanischen Bischöfe nicht ernst nehmen, ist kaum vorbei, da wird von Kardinal Kasper ein Relativsatz aufgeschnappt und zum Eklat aufgepumpt (s. hier).  Zuletzt traf es den Grazer Pastoraltheologen Rainer Bucher, der »die kirchliche Lehre von Ehe und Familie als 'katholisches Sexualregime'« verunglimpft haben soll (s. hier).

Bleiben wir bei den beiden jüngsten Fällen. Sie zeigen eine Aggressivität, die den eingangs zitierten Vorwurf eindrucksvoll bestätigt. Das gelang übrigens ursprünglich bereits durch die Reaktion auf jenen Vorwurf im ersten oben verlinkten Artikel; jedoch wurde dieser Beitrag nachträglich entschärft, nachdem die Diskussion in den Lesermeinungen ein wenig aus dem Ruder gelaufen war – auch durch die Beteiligung eines gewissen Gandalf, der uns gleich wieder begegnen wird. Betrachten wir als erstes den nächsten Akt im Anti-Kasper-Theater.

14. November 2014

Sonntagsevangelium (153)

33. Sonntag im Jahreskreis (A): Mt 25,14-30 (oder 25,14-15.19-21)

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld ist in zwei sehr unterschiedlichen Fassungen überliefert (s.a. Lk 19,11-27). Sie gehen so weit auseinander, dass fraglich ist, ob Matthäus und Lukas dieselbe Vorlage benutzt haben, sie also auf einen Text der ihnen gemeinsamen Spruchquelle (Q) zurückgreifen konnten. Möglich ist auch, dass sie verschiedene Versionen aus der mündlichen Überlieferung aufgenommen haben.

Vergleicht man beide Fassungen bei der Suche nach der ursprünglichen Gestalt, ist keine eindeutig zu favorisieren. Sekundäre Merkmale begegnen sowohl bei Matthäus als auch bei Lukas (vgl. Ulrich Luz, Das Evangelium nach Matthäus, Bd. III, Neukirchen-Vluyn/Ostfildern 1997, 496f). So dürfte im dritten Evangelium die Einbettung in ein machtpolitisches Szenario (mit Anspielungen auf die Geschichte des Herodessohns Archelaos) ein späteres Element sein. Matthäus dagegen bietet wohl eine nachträglich erhöhte Geldsumme; die Rede vom »Eingehen in die Freude deines Herrn« (25,21.23) passt besonders zum Kontext der Endzeitrede und zum Gerichtsbild in 25,30 – beides findet sich bei Lukas nicht und gehört deshalb wahrscheinlich nicht zum Grundbestand des Gleichnisses. Dasselbe Urteil trifft wohl auch für das Wort in 25,29 zu (par Lk 19,26: »Wer hat, dem wird gegeben ...«). Es ist auch in anderen Zusammenhängen belegt und fügt sich nicht glatt an das Gleichnis, in dem es in erster Linie nicht um das Haben geht.

Der Herr im Gleichnis, der sein Geld seinen Sklaven überlässt, damit sie es vermehren, ist eine ambivalente Figur (besonders deutlich in der lukanischen Fassung). Der dritte Knecht rechtfertigt sich damit, dass der Herr hart sei und seinen Besitz ohne Arbeit vermehre (er »erntet dort, wo er nicht gesät hat«: vielleicht eine Anspielung auf Finanzgeschäfte). Der Herr widerspricht ihm darin nicht, sondern wirft ihm nur vor, aus dem Wissen um seinen Charakter nicht die richtigen Konsequenzen gezogen zu haben. Mehr hat der Herr von ihm erwartet als das Geld nur zu sichern. Der Fehler des Knechtes liegt nicht allein in der Untätigkeit, sondern in deren Motiv: Aus Angst vor dem Herrn hat er das Geld vergraben. Er hat das Risiko gescheut, die gegebene Chance aber hätte mutig genutzt werden müssen, ohne Furcht vor Versagen.

12. November 2014

Noch einmal: Die angebliche Treue zum Wort Jesu

Die nachsynodale Kritik der außerordentlichen Bischofssynode zu Ehe und Familie könnte von sich mit Mk 5,9 sagen: »Legion ist mein Name, denn viele sind wir.« Der biblische Bezug ist rein numerisch gemeint und soll nicht unterstellen, die kritischen Kommentierungen seien dämonisches Werk. Aber dass sich in ihnen immer göttliche Weisheit kundtue, kann man auch nicht ohne Zögern behaupten.

Als besonders ärgerlich empfinde ich den ständig unternommenen Versuch, eine Änderung der Regelungen zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen durch Verweis auf das (angeblich) eindeutige Wort Jesu in dieser Frage abzuweisen. Martin Grichting, der neulich mit originellen historischen Vergleichen auf sich aufmerksam gemacht hat (s. hier), freut sich ein Loch ins Kollar, weil der Beginn der Synode 2015 im Lesejahr B auf den 27. Sonntag im Jahreskreis fällt und deshalb Mk 10,2-16 das Tagesevangelium sein wird. »Der Heilige Geist führt Regie.« (s. hier) Ja, da wird Kardinal Kasper aber Augen machen, wenn er am 4. Oktober 2015 dieses Evangelium hört, und bußfertig wird er ausrufen: »Hätte ich nur gewusst, dass das in der Bibel steht!«

Die Vereinfachung hat Konjunktur. Von Kardinal Burke, im Blick auf das ersehnte Ende der synodalen Verwirrung ein Intensiv-Beter, wird berichtet: »Kein Priester oder Bischof könne verändern, was Jesus über die Ehe gelehrt habe, stellte Burke auf Frage eines Journalisten fest.« (s. hier) Gegen den Gedanken der Gradualität sagt er: »die Wahrheit ist nicht graduell. Sie ist objektiv. Die Ehe ist unauflöslich. Wenn ich jemanden heirate, kann ich nicht mit jemand anderem leben.«  Kardinal Müller hat nach kath.net-Angaben in einem Interview geäußert: »'Die Kirche kann nicht ändern, was Christus gelehrt hat, weder vor noch nach der Synode.' Bezüglich der Ehe seien das in erster Linie die Worte 'Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.'« (s. hier)

7. November 2014

Sonntagsevangelium (152)

 32. Sonntag im Jahreskreis (A): Mt 25,1-13 

Zum Gleichnis von den zehn Jungfrauen wird das Verständnis des Geschehensablaufs diskutiert. Umstritten ist, wo die eigentliche Handlung beginnt. Üblicherweise wird der Eröffnungssatz vom Hinausziehen in diesem Sinn gedeutet, es folgt eine eingeschobene Personenbeschreibung (25,2-4), ehe in 25,5 der Erzählfaden wieder aufgenommen wird. Einem anderen Vorschlag zufolge ist 25,1 als Überschrift des Gleichnisses zu lesen, die Handlung beginne erst in 25,5 mit der Notiz, dass sich die Ankunft des Bräutigams verzögere. Deshalb heiße im nächsten Vers: »Geht hinaus zur Begegnung mit ihm!« Die Frauen sind also noch gar nicht hinausgegangen; erst jetzt werden sie dazu aufgefordert (vgl. Ulrich Luz, Das Evangelium nach Matthäus, Bd. III, zu Mt 25,1-13).

Die geschilderte Differenz hat Folgen für das Verständnis des ganzen Erzählganges: Beginnt die Handlung bereits mit dem Hinausgehen in 25,1, ist daran gedacht, dass die Jungfrauen mit brennenden Fackeln ausziehen, aber nur die fünf Klugen an Ölvorräte gedacht haben. Weil sich der Bräutigam verzögert, werden die Fackeln ins Erdreich gesteckt, ehe alle einschlafen. Im anderen Fall haben die Törichten überhaupt kein Öl dabei, um ihre Fackeln anzuzünden, wenn der Bräutigam kommt. Die Jungfrauen sind im Haus der Braut zu denken. Sie warten auf d  ie Ankunft des Bräutigams – er holt seine Braut ab –, um ihn und die Braut zum Haus des Bräutigams mit den Fackeln zu begleiten. Angezündet werden die Fackeln erst, wenn der Ruf von der Ankunft des Bräutigams ertönt (im Erzählablauf also in 25,6).

31. Oktober 2014

Sonntagsevangelium (151)

Allerseelen: Joh 11,17-27

Die Wundergeschichten des Johannes-Evangeliums werden in drei Fällen durch »Ich-bin-Worte« in ihrem metaphorischen Gehalt erläutert (Brotvermehrung: 6,35; Blindenheilung: 9,5; Auferweckung des Lazarus: 11,25f). Dadurch tritt der Grundzug dieser Erzählungen deutlich hervor: Sie sind Zeichen, die auf die Bedeutung des Wundertäters verweisen. In der Erzählung von der Auferweckung des Lazarus ist das Ich-bin-Wort eingebettet in den Dialog Jesu mit Martha, der deshalb als Kernstück der Wundergeschichte bezeichnet werden kann.

Martha eröffnet das Gespräch mit einem Bekenntnis zur Wundermacht Jesu: Er hätte den Tod ihres Bruders verhindern können. Traut sie Jesus auch zu, die Grenze des Todes zu überwinden? Der Text bleibt in der Schwebe. »Aber auch jetzt weiß ich, dass Gott dir geben wird, was immer du erbittest.« Da die Auferweckung des Lazarus mit dem Gebet Jesu zum Vater verbunden wird (11,41f), kann man einerseits in den Worten Marthas die Hoffnung ausgedrückt sehen, dass der Tod ihres Bruders angesichts der Gegenwart Jesu nicht endgültig ist. Andererseits zeigt der Dialog mit Jesus, dass Martha die Bedeutung Jesu an dieser Stelle noch nicht voll erkennt.

Jesus antwortet zunächst mehrdeutig: »Dein Bruder wird auferstehen.« Die Doppelbödigkeit der Aussage wird noch nicht gleich sichtbar. Martha bezieht das Wort Jesu auf die Erwartung der (allgemeinen) Totenauferstehung am Ende der Zeit. Sie »weiß«, dass ihr Bruder »auferstehen wird am letzten Tag«, Jesus hat ihr also nichts Neues gesagt – so scheint es. Und tatsächlich hat sich die Erwartung der endzeitlichen Totenauferstehung in der  Glaubensgeschichte Israels zwar erst ab dem 2. Jahrhundert v.Chr. durchgesetzt, in neutestamentlicher Zeit ist sie aber fest verankert (wenn auch nicht von allen Juden geteilt). Davon kann man »wissen«, Martha vertritt die traditionelle Zukunftshoffnung.

26. Oktober 2014

Verstorbener Papst durfte nicht an der Synode teilnehmen!

Die Nachsorgeuntersuchungen zur Bischofssynode reißen nicht ab, sie scheinen aber nicht immer sehr zuverlässig durchgeführt zu werden. Kardinal Joachim Meisner  hat am Gedenktag des hl. Johannes Paul II. einen Artikel in der Tagespost  veröffentlicht, in dem er beklagte, dass das »in Rom existierende Institut 'Heiliger Johannes Paul II.' für Studien über Ehe und Familie … durch keine Vertreterin oder keinen Vertreter in den Vorbereitungsgremien und dann während der Synode in einem der Beratungsgremien dabei« war. Seine Interpretation des Vorgangs reicht über die Grenzen von Raum und Zeit hinaus:
»Der heilige Papst Johannes Paul II. wurde unbegreiflicherweise gleichsam von den Vorbereitungsgremien der Synode ausgeschlossen.« 
Dies erscheint als umso schwerwiegender, als dieser heilige Papst in die Kirchengeschichte eingehen wollte »als der Papst, der für die Heiligung von Ehe und Familie eingetreten ist. Diesem Anliegen hat sein ganzes theologisches und pastorales Interesse gegolten und gilt es immer noch.«