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Sonntagsevangelium (120)

2. Fastensonntag (A): Mt 17,1-9 Die Grundstruktur und einige Details der Verklärungsgeschichte hat Matthäus von Markus übernommen, dabei allerdings auch Änderungen eingebracht, die für sein Werk kennzeichnend sind. Zum übernommenen Gut gehört die Zeitbestimmung »nach sechs Tagen«. Sie ist auffällig, denn derart konkrete Angaben begegnen, abgesehen vom Jerusalem-Aufenthalt Jesu, in den synoptischen Evangelien sonst nicht. Auf der Erzählebene ist sie auf die Szene des Messiasbekenntnisses bei Caesarea Philippi bezogen (16,13-28), aber das primäre Interesse liegt wohl nicht in der erzählerischen Verknüpfung, sondern in einem inhaltlichen Signal: In Anspielung auf Ex 24,16f   könnte die Zeitangabe vor allem darauf vorbereiten, dass von einer Gottesbegegnung erzählt wird. Verbindungen zur Sinai-Erzählung ergeben sich auch durch das Motiv der Wolke und das Erscheinen des Mose in der Verklärungsgeschichte (Mt 17,3.5). Der Ort der Handlung wird nur unbes...

Sonntagsevangelium (4)

Vierter Adventssonntag (B): Lk 1,26-38 Die Geschichte von der Ankündigung der Geburt Jesu ist nach alttestamentlichen Vorbildern gestaltet, nicht nur in einzelnen Wendungen wie »fürchte dich nicht!« (s. z.B. Gen 15,1 ; Jos 8,1 ), »bei Gott ist kein Ding unmöglich« ( Gen 18,14 ) oder »der Herr ist mit dir« ( Ri 6,12 ). Auch die Struktur ist geprägt durch Erzählungen von der Verheißung der Ge­burt bedeutender Ge­stalten der Heilsgeschichte. Solche Er­zählungen sind nach einem bestimm­ten Muster aufgebaut. Ein himmlisches Wesen erscheint, Gott selbst oder ein Engel. Es kündigt die Geburt eines Sohnes an und bestimmt dessen Namen. Schließlich wird die Zukunft des Kindes offen­bart – sicher der zentrale Erzählzug einer Geburts­verhei­ßung (vgl. z.B. Gen 16,7-12 ; 17,15-19 ).  Wenn sich die Geschich­te des Lukas dieses Musters bedient, dann muss ihr wesent­liches Aussageziel in den Sätzen liegen, die von der künf­tigen Bedeutung Jesu sprechen (VV. 32f). Sie greifen eben­fall...