Hinweis

Das erste Bild in einem Post auf diesem Blog zeigt das gerade erschienene Heft der Münchener Theologischen Zeitschrift. Die zweite Ausgabe in diesem Jahr ist dem Thema der historischen Rückfrage nach Jesus gewidmet und beleuchtet den gegenwärtigen Stand der Jesusforschung. Auch wenn die verschiedenen Beiträge von grundsätzlichen Fragestellungen und Zugangsweisen ausgehen, ergibt sich im Ganzen auch ein facettenreiches Bild von Jesu Botschaft und Wirken. Wer die Beiträge liest, kann sich vom hohen Reflexionsniveau historischer Jesusforschung überzeugen und erkennen, wie sehr plumpe Pauschalangriffe auf die »liberale Exegese«, die hier jüngst Thema waren, das Bild verzerren.

»Was sollen wir nun sagen?« (Röm 6,1a). Kann, weil das Heftkonzept in meinen Händen lag, das positive Urteil als Selbstlob ausgelegt werden? »Das sei ferne!« (Röm 6,2a: μὴ γένοιτο) Das einzige, das ich mir zugute halten kann, ist, dass ich die richtigen Leute für das Heft gewonnen habe. Im Einzelnen finden sich folgende Beiträge:

  • David du Toit, Die methodischen Grundlagen der Jesusforschung. Entstehung, Struktur, Wandlungen, Perspektiven. 
  • Jürgen K. Zangenberg, Jesus der Galiläer und die Archäologie. Beobachtungen zur Bedeutung der Archäologie für die historische Jesusforschung. 
  • Jens Schröter, Jesus im Judentum seiner Zeit. 
  • Stefan Schreiber, Der politische Jesus. Die Jesusbewegung zwischen Gottesherrschaft und Imperium Romanum. 
  • Lorenz Oberlinner, Jesu Anspruch in Botschaft und Wirken - Merkmale einer »impliziten Christologie«?

Das Heft kann für 12,- € beim Verlag bestellt werden (EOS Verlag + Druck Erzabtei St. Ottilien, D-86941 St. Ottilien), müsste aber auch über den Buchhandel zu beziehen sein (ISSN 0580-1400 / 1 B 9673 F).

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