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Sonntagsevangelium (153)

33. Sonntag im Jahreskreis (A): Mt 25,14-30 (oder 25,14-15.19-21) Das Gleichnis vom anvertrauten Geld ist in zwei sehr unterschiedlichen Fassungen überliefert (s.a. Lk 19,11-27 ). Sie gehen so weit auseinander, dass fraglich ist, ob Matthäus und Lukas dieselbe Vorlage benutzt haben, sie also auf einen Text der ihnen gemeinsamen Spruchquelle ( Q ) zurückgreifen konnten. Möglich ist auch, dass sie verschiedene Versionen aus der mündlichen Überlieferung aufgenommen haben. Vergleicht man beide Fassungen bei der Suche nach der ursprünglichen Gestalt, ist keine eindeutig zu favorisieren. Sekundäre Merkmale begegnen sowohl bei Matthäus als auch bei Lukas (vgl.  Ulrich Luz,  Das Evangelium nach Matthäus, Bd. III, Neukirchen-Vluyn/Ostfildern 1997, 496f). So dürfte im dritten Evangelium die Einbettung in ein machtpolitisches Szenario (mit Anspielungen auf die Geschichte des Herodessohns Archelaos) ein späteres Element sein. Matthäus dagegen bietet wohl eine nachträglich erhöhte Geld...

Sonntagsevangelium (72)

3. Sonntag der Osterzeit (C): Joh 21,1-19 Das 21. Kapitel des Johannes-Evangeliums wird gewöhnlich als Nachtrag eingeschätzt, der nicht mehr vom Evangelisten stammt. Tatsächlich ist die Erscheinung Jesu am See von Tiberias (21,1-14) innerlich kaum mit den vorherigen Erscheinungen verbunden: Die Jünger erkennen Jesus nicht (21,4); sie gehen wieder ihrem Beruf als Fischer nach, als wären sie nicht zuvor von Jesus gesendet worden ( 20,21 ). Außerdem ist 20,30f   kaum anders denn als Buchschluss zu verstehen. Dass die Erzählung danach noch weiterläuft, ist nach diesen Bemerkungen, die den Zweck des Werkes angeben, nicht zu erwarten. Wahrscheinlich wurde also das bereits abgeschlossene Evangelium erweitert, vor allem um die Abschnitte über Simon Petrus und den »geliebten Jünger« einzubringen (21,15-24). Die Erscheinungsgeschichte bot dafür einen Anknüpfungspunkt.