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Who's who (3) - Lösung

Biblische Personen in ungewohnter Beschreibung. Gesucht wurde eine weibliche Gestalt aus dem Alten Testament. Die gesuchte Frau hatte mit Männern kein Glück. Ihr erster Mann starb früh, dies tat auch der zweite, der mit ihr keine Kinder zeugen wollte (allerdings dafür indirekt und absichtslos ein sachlich nicht zutreffend gebildetes deutsches Fremdwort erzeugte). ( hier noch einmal der ganze Text). Zur ausführlichen Lösung bitte weiterlesen.

Who's who? (3) - Rätsel

Biblische Personen in ungewohnter Beschreibung. Heute eine weibliche Gestalt aus dem Alten Testament. Die gesuchte Frau hatte mit Männern kein Glück. Ihr erster Mann starb früh, dies tat auch der zweite, der mit ihr keine Kinder zeugen wollte (allerdings dafür indirekt und absichtslos ein sachlich nicht zutreffend geildetes deutsches Fremdwort erzeugte). Obwohl die Gesuchte eigentlich ein Anrecht auf einen dritten Kandidaten hatte, wurde dieser ihr vorenthalten. Denn sie stand fälschlicherweise im Verdacht, eine ungesunde, ja tödliche Wirkung auf ihre Ehemänner zu haben. So blieb sie Witwe. Die Geschichte, wie sie dennoch zu Kindern kam, ist nicht ganz alltäglich und zeigt die Entschlossenheit und Klugheit jener Frau. Sie konnte offenbar gut einschätzen, wie es um den Hormonhaushalt eines Verwandten der älteren Generation stand und setzte diesen zur Erzeugung von Nachkommenschaft ein. Zu ihrem eigenen Schutz sorgte sie auch vor für einen (nach damaligen Möglichkeiten) zweifelsfreien V...

Das nächste Gegen-Memorandum: die »Fuldaer Erklärung«

Nach zwei Montagen, an denen Kardinal Joachim Meisner zu den Debatten um das Memorandum Stellung bezogen hatte, tritt in der dritten Woche nun das »Forum deutscher Katholiken« auf den Plan. Es hat, da gerade in Fulda versammelt, eine » Fuldaer Erklärung « veröffentlicht, die beim Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 18. März 2011 beginnt und beim erwarteten Papstbesuch im September endet. Das ist ein erstaunlich weiter Rahmen für eine Erklärung, die keine DIN-A4-Seite umfasst (gut 2000 Zeichen). Die Verbindung wird geschaffen durch, man ahnt es, den Dialogprozess, der jetzt beginnen soll.  Kruzifix und Kirchenreform  Es war aber offensichtlich nicht ganz einfach den Überstieg in die aktuelle Diskussion zu finden. In der Fuldaer Erklärung heißt es:  »Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes verschafft uns eine Atempause. Denn wir müssen uns fragen, ob die Selbstsäkularisierung der Kirche nicht eine wesentliche Ursache der Säkulari...

Der Zölibat ‑ eine apostolische Tradition? (2)

Der erste Teil hat sich mit der Frage befasst, welche Ansatzpunkte die Jesustradition der Evangelien für das Urteil bietet, der Zölibat sei eine apostolische Tradition. Nun geht es um die nachösterliche Mission der Jesusjünger. Gesprächspartner bleibt Stefan Heid, dessen Buch »Zölibat in der frühen Kirche« (Paderborn 1997, 3. Auflage 2003) als Referenzwerk der »Zölibatsforschung« gilt. Fortsetzung des enthaltsamen Lebens? Die nachösterliche Mission ist nach Stefan Heid dadurch gekennzeichnet, dass die Apostel die enthaltsame Lebensweise fortgesetzt haben. Wie die bisherige Erörterung gezeigt hat, ist die Grundlage dieses Urteils äußerst unsicher: Der Nachweis, dass die vorösterliche Jesusbewegung grundlegend durch Ehelosigkeit (oder sexuelle Enthaltsamkeit trotz bestehender Ehe) gekennzeichnet war, lässt sich nicht führen. Das bestätigen indirekt Überlegungen, die Heid anführt, um die Fortsetzung der enthaltsamen Lebensweise zu begründen. Zu Mt 19,12 (dem so genannten »Eunuchen-S...

Offener Brief, nicht offener Dialog (2)

Kommt jetzt jeden Montag ein Schreiben des Kölner Erzbischofs zur Lage der Kirche angesichts des Theologen-Memorandums? Kardinal Joachim Meisner hat sich eine Woche, nachdem er das Memorandum erschrocken und betrübt zurückgewiesen hat, erneut öffentlich geäußert , dieses Mal mit einem komparatistischen Ansatz: das Memorandum wird mit der »Petition pro Ecclesia« verglichen, denn es sind oft »die Kontraste, die das Wesen einer Sache deutlicher zum Vorschein bringen«. Das mag sein. Es besteht allerdings bei solcher Absicht auch die Gefahr, dass man die Kontrasteinstellung künstlich verstärkt, um nicht nur das Wesen der einen, sondern vor allem das Unwesen der anderen Sache zu unterstreichen.  Was haben die Memorandisten falsch gemacht? Offenbar alles. Sie haben  »Forderungen unterbreitet, die im Großen und Ganzen auf eine Demokratisierung und Säkularisierung der Kirche hinauslaufen«. 

Erdbeben als apokalyptische Katastrophen?

Die Erdbeben in Haiti, Chile und vor allem jetzt in Japan provozieren offenbar apokalyptische Deutungen. Robert Spaemann hat in einem Interview mit »Christ und Welt« vorsichtig eine Verbindung zwischen sich häufenden Naturkatastrophen und biblischen Endzeitszenarien bejaht (13/2011, eine nicht ganz lesefreundliche Fassung kann man sich hier erblättern). Den Hinweis des Interviewpartners, dass im Matthäus-Evangelium die Rede sei von Hungersnöten und Erdbeben als Katastrophen vor dem Ende, ergänzt Spaemann: »Ja, und vom Rauschen des Meeres und Erschütterungen des Himmels«. Er trägt eine solche Deutung ausdrücklich nicht als zwingende Schlussfolgerung vor und kann sich auch andere Szenarien vorstellen, meint aber dennoch: »Wenn solche Ereignisse sich häufen, dann haben wir allen Anlass, sie als Zeichen zu nehmen.« Ich nehme dieses Urteil zum Anlass, einige Überlegungen zum Sinn apokalyptischer Endzeitszenarien in der Bibel anzustellen. 

Offener Brief, nicht offener Dialog

Gestern hat Kardinal Joachim Meisner ein Schreiben veröffentlicht , in dem er sein Erschrecken und seine Betrübnis über das Theologen-Memorandum bekundet. Dieser Text beurteile »die Lage der Kirche mit Zustandsbeschreibungen und Forderungen, denen man fast in jedem Punkt widersprechen bzw. Korrekturen entgegensetzen müsste«. Dass dies nur für fast jeden Punkt gelten soll, lässt aufhorchen. Gibt es also doch wenigstens eine Sache, über die man reden kann? Man wüsste es gerne, erfährt aber nichts dazu, denn der Kardinal nimmt den Konjunktiv ernst: Man müsste in fast in jedem Punkt widersprechen, er tut es aber nicht. Oder doch? Die Fortsetzung lautet: